III. Heilung: Leben, Belebung
Der Kanal des göttlichen Lebens,
die reine Essenz des eigenen Wesens
Erneuerung
Gegenwärtigkeit

1.Leben, Belebung

Der Geist verwandelt sich in Materie durch Vibration, durch Bewegung.


Der menschliche Körper ist ein Werkzeug des Geistes, ein ganzheitliches Werkzeug, das alle Aspekte der Schöpfung erfährt … In Wirklichkeit reagiert jede Materie auf den Geist und auf die Arbeit des Geistes, die aktiv ist in allen Aspekten, Namen und Formen des Universums.

Vol. II p85

Was wir Leben nennen, ist eine Absorption des Geistes aus Materie. Solange die Materie stark und energiegeladen genug ist, um Leben oder Geist aus dem Universum aufzunehmen, führt es uns zu Leben und Bewegung und letztlich zu einer guten Konstitution. Wenn sie allerdings ihren Einfluss auf den Geist verloren hat, wenn sie den Geist nicht aufnehmen kann wie sie sollte, dann kann die Materie nicht leben, denn die Substanz der Materie ist der Geist.

XI.Pt ich ch12

Der Unterschied zwischen dem, was wir Objekt nennen oder als ein lebendiges Wesen ansehen, unterscheidet sich im dem Grad, in dem der Geist die Materie absorbiert … Es gibt ein ständiges Strömen des Geistes in die Materie. In dem Ausmaß, in dem der Geist die Materie berührt, bildet sich der Geist zu einem Objekt oder in einem Wesen aus. So ist der Unterschied zwischen der unteren und der höheren Schöpfung die des Grades des Geistes und wie fähig er ist, diesen zu absorbieren. Der gleiche Unterschied besteht zwischen einer spirituellen und einer weltlichen Person.

XI.Pt1.XIII.1

Es ist nicht nur eine Frage des Seins, sondern der ganzheitlichen Existenz. Die Seele ist nicht davon abhängig, durch die Augen des Körpers sehen zu können – die Seele sieht mehr als die physischen Augen sehen könnten. Sie ist nicht davon abhängig, mit den Ohren des Körpers zu hören – die Seele hört mehr als die Ohren hören könnten. Deshalb erhält derjenige/diejenige, der/die den Geist kennt, die größtmögliche Inspiration daraus ohne den physischen Körper zu existieren.

X.Pt1.V.2

Der Geist einer jeden Sache und eines jeden Wesens findet sich sowohl innerlich als auch äußerlich. Sei es ein Metall, ein Stein, eine Frucht oder eine Blume, alles hat seinen Geist in sich, auch wenn es in einer versteckten Form ist. Dieser Geist bleibt auch bestehen, nachdem die Materie ihren Körper, ihr scheinbares Leben verloren hat. [Sandelholz, Asche aus Perlen, in einem Steinfunken, Vakuum in einigem Obst]


Nicht viele sind in der Lage, den Geist im Vakuum zu finden, doch im Vakuum kann ein Phänomen beobachtet werden, zum Beispiel findet sich im Vakuum eines Apfels die Essenz der ganzen Frucht. Es war daher nicht nur eine Phantasie der alten Völker, die an den Geist der Bäume und Pflanzen glaubten und an die Geister der Berge und Hügel.

XI. Pt1.X.I

2 . Leben und Tod - Geist und Materie
Es besteht ein Konflikt zwischen Geist und Materie. Die Materie absorbiert den Geist, um zu existieren, und der Geist assimiliert die Materie, denn es ist sein eigener Besitz. Die gesamte Manifestation kann als ständiger Konflikt zwischen Geist und Materie betrachtet werden: Einerseits entwickelt sich der Geist in der Materie und andererseits passt sich die Materie dem Geist an. Die erste Erscheinung wird Aktivität genannt, und die letztere wird Stille genannt oder Aufbau und Zerstörung, Leben und Tod. Wenn man merkt, dass die Quelle von beidem – Geist und Materie – das Leben ist, dann wird man sehen, dass es nichts gibt als den Tod. Dies kann man aber nur dann erkennen, wenn man differenziert zwischen dem Leben als Quelle und dem Leben als Moment, dem Leben, das sich in der Geist absorbierenden Materie zeigt.

XI.Pt1.XII.1


… Leben entschwindet aus der Materie und bleibt doch; Leben kann nicht zerstört werden.

XI.Pt1.XII.2

3 . Erneuerung
Wir müssen erkennen, dass es ein Leben gibt und dass dies Geist ist, auch die Materie ist ein vorübergehender Zustand des Geistes. Es ist Intelligenz an sich, unabhängig davon, wie stark sie ist und losgelöst von Tod und Verfall. Sie ist sogar in der Lage, ihr Leben an die Materie weiterzugeben, die aus ihr gemacht wurde. Deshalb liegt es jenseits aller Worte auszudrücken, in welchem Ausmaß Gedanken, Gefühle und die (geistige) Haltung bei der Genesung helfen

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4 . Ausbildung des eigenen Geistes
Mit Blick auf den eigenen Geist kann man analysieren, wie alles, was man denkt, sagt und fühlt auf den Geist wirkt – und auch, wie der Geist darauf reagiert. Auf diese Weise wird das Leben mehr und mehr analysiert ( i.S.v. fortwährend differenziert untersucht). Es scheint wie ein Aufwühlen des eigenen Geistes zu sein und durch dieses Aufwühlen bringt man die Sahne des Geistes hervor ( so wie Milch in einem Butterfass geschlagen wird; oben setzt sich die Sahne ab) und die Sahne ist Weisheit….Wo immer man dies wahrnimmt, gibt es den lebendigen Geist, selbst in einem kleinen Kind.

Der Mystiker trainiert daher seinen Geist. Durch die Ausbildung des eigenen Geistes, kann denen geholfen werden, die zu uns kommen. Die Geschichte von Ayaz gibt uns ein Beispiel dafür. Dies ist der Weg, den Geist einzustimmen: ihn zu reinigen, demütig zu werden, zu formen und zu gestalten… das auszulöschen, was ihn betrübt hat und ihn anzuheben. Wir sind so groß wie unser Geist, wir sind so weit wie unser Geist, wir sind so niedrig wie unser Geist, wir so klein wie unser Geist. Nur der Geist kann uns alle zu dem machen, dass wir sind.

XI.Pt3.XV.1

5 . Gegenwärtigkeit/ Heilung

Oft fragt man sich, inwieweit der Geist die Macht über die Materie hat, und die Antwort ist, dass Materie das Produkt des Geistes ist. Der Geist hat alle Macht über die Materie. Wenn wir uns des Geistes bewusst werden, werden wir einer versteckten Kraft bewusst und unser Geist wird der Ausdruck der Allmächtigen Kraft.

VII P139

Unser Körper und Geist sind wie eine Batterie jener Kraft, wir sind daraus gemacht, wir sind die Kraft. Der Magnetismus eines Menschen ist viel größer als alles andere auf der Welt … Wenn der eigene Körper und der eigene Geist strahlender sind als alles andere, dann gibt es nichts mehr, was weiteren Geist hinzufügen könnte. Er selbst ist der Geist.

Vol.IV p38

Das Geheimnis der Heilung ist, sich mit der Kraft des Glaubens zu erheben und über die Begrenzungen dieser Welt der Vielfalt hinaus zu wachsen, so dass wir durch die Kraft der Intelligenz die Ganzheit allen Seins berühren. Dadurch wird man mit der allmächtigen Kraft aufgeladen und durch die Kraft dieser Verwirklichung geschieht es, dass man sich selbst und anderen in ihrem Schmerz und Leid helfen kann. Wahrlich hat der Geist die Kraft der Allmacht.

IV. 41-2

ÜBUNG
Pir Vilayats Meditation: Einstimmung auf den Zustand des Heiligen Geistes.