Yogische Chakren

I. Chakras – in den verschiedenen Tradition

II. Der subtile Körper

III. Yogische Chakren

 

1. Chakras – in den verschiedenen Tradition

Es gibt Anteile der Seele, die sich durch bestimmte Zentren des menschlichen Körpers ausdrücken; genauso, wie es bestimmte Gebiete gibt, in denen sich kein Nährboden entwickeln konnte, weil sie niemals vom Wasser erreicht wurden, so ist es mit diesen Zentren, wenn der Atem sie nicht erreicht. Sie sind intuitiv, sie sind voller Frieden und Balance, sie sind die Zentren der Erleuchtung; trotzdem kann es sein, das sie niemals erweckt wurden, weil der Mensch nur in die Teile des Körpers geatmet hat, die er unmittelbar zum Leben, Essen und Handeln braucht. Er/sie ist nur zur Hälfte lebendig, wenn man seine/ihre Existenz mit der Fülle des lebens vergleicht, die durch die spirituelle Entwicklung ermöglicht werden kann.

Man kann es vergleichen mit dem Leben in einer großen Stadt, wenn man nicht weißt, wie viele wunderbare Dinge dort zu finden sind. Weil es viele Menschen gibt, die in entfernte Länder reisen ohne zu wissen, was es in ihrem eigenen Land gibt. So geht es dem/derjenigen, die an allem interessiert ist, was im Äußeren Schönheit und Freude hervorbringt, aber den Ursprung all dessen in sich selbst nicht kennen.

Hazrat Inayat Khan (HIK), Gesammelte Werke II, S. 158f

Das Bild der Chakren: Baum, Wurzel, Zweige, Zentren

Die Luft, die man fühlt, wenn man z.B. durch die Nasenflügel ein- und ausatmet, nennt man gewöhnlich ‚Atem‘. Tatsächlich aber ist der Atem wie der Stamm eines Baumes mit vielen Zweigen. Die MystikerIn sieht den Körper als Pflanze des Atems. Für die Mediziner sind die Lungen der Atemkanal, für die MystikerIn aber sind die Lungen die Zweige eines Baumes, die mit anderen Zweigen zusammen alle Teile des Körpers erreichen.

Die MystikerIn benennt die Zweige unterschiedlich. Der Baum hat eine Wurzel im Körper und hat dort Zentren, wo die Zweige auf den Stamm treffen. Es gibt fünf solcher Zentren im menschlichen Körper. In jedem Zentrum hat der Atem unterschiedliche Aufgaben. Wenn man die Mystik studiert stellt man fest, dass das menschliche Leben vom Funktionieren dieser Zentren abhängt.

Blockierung der Chakren

Die Chakren sind im allgemeinen im Inneren des Körpers verstopft.

Daher geben sie nur ein schwaches Licht ab, wenn man sich den Atem in einem Bild als ein Gas vorstellt und die Zentren als Laternen. Wenn die Zentren nicht in einer gesunden Verfassung sind, sind sie vergeudet. Aber nicht nur das: der Mensch beraubt sich der vollständigen Erfahrung des Lebens ….

Da die Zentren des Körpers im Kern des ganzen Mechanismus liegen, ist es nur natürlich, dass der Atem eines durchschnittlichen Menschen nicht den innersten Teil erreichen kann, so wie es sein sollte. Die Frage: wenn es doch natürlich ist, dass der Atem diesen Teil erreicht, warum ist es denn nicht so? könnte damit beantwortet werden, dass der Mensch ein unnatürliches leben lebt. Wenn der Mensch ein natürliches Leben lebte, wäre es nicht notwendig diese latent vorhandenen Qualitäten in der Meditation zu entwickeln.

Atem/Prana erweckt und aktiviert die Chakren

„Um ein vollständigeres Leben zu leben haben die Weisen aller Religionen den Atem genutzt und damit Atome und Zentren erweckt die Instrumente einer solchen Fähigkeit sind. Sobald der Atem diese Zentren berührt, beginnen sie zu vibrieren und ihre Aufgaben zu erfüllen. Deshalb sind die Atemübungen, die einem Mureed (Sufi Eingeweihten) gegeben werden wie das Aufziehen einer Uhr. Einmal alle 24 Std. wird die Uhr aufgezogen und danach läuft sie ohne Anstrengung“.

HIK

Die Chakren werden besonders dann aktiviert, wenn der Atem von einem Chakra zum nächsten fließt.

Chakren sind Zentren der Transformation

Jedes Chakra ist ein Speicher körperlicher und mentaler Energien. Energie, die dem Einfluss der Elemente unterliegt, bewegt sich durch die Chakren und produziert unterschiedliche psychische Zustände, Wünsche, Stimmungen.

Zutände der Fluktuation werden erzeugt als Ergebnis der Interaktion auf verschiedenen Ebenen des mind, Patanjali: ‚Die Kontrolle dieser mentalen Fluktuation ist Yoga‘. Man kann den Atem z.B. auch durch die Elemente- Atmung kontrollieren.

Die Chakren verbinden den physischen Körper, das endokrine System, den ätherischen Körper, den astralen Körper. Wie Transformatoren ermöglichen sie den Energiefluss und –austausch zwischen den verschiedenen Ebenen.

Horizontale Übertragung ,prana/ chi im Körper ausdehnen wie über die Verästelungen eines Baumes

– Vertikale Übertragung, Energie und Bewusstsein wird transformiert zwischen Körper, mind, Geist/ physisch, ätherisch, astral
– Die Chakren verstärken die körperliche Gesundheit und öffnen die höheren Fähigkeiten des mind und der Intuition
– Man kann sich Chakren vorstellen als Räder des mind, die im Wald der Wünsche wohnen, Johari
– Jedes Zentrum ist ein Vakuum, eine Kapazität und Funktionsort für reine Intelligenz.

 

II. Der subtile Körper

Erklärungsansatz aus der yogischen Tradition

Es gab immer einen fruchtbaren und respektvollen Austausch zwischen der Sufi- und der yogischen Tradition in Indien und unsere Chistia Lehre enthält viel yogisches Wissen und yogische Übungen.

Jede Tradition behält jedoch ihre Eigenständigkeit, so dass wir nicht nach exakten Entsprechungen schauen sollten, was die subtilen Körper und Chakren angeht. Der Sufibegriff für die Energiezentren ist Lataif. Diese werden in einem separaten Papier dargestellt. Einige der Entsprechungen werden im Folgenden gezeigt.

Chakren beziehen sich auf die Quelle von Lebensenergie oder Prana, jedoch nicht auf einen bestimmbaren körperlichen Punkt.

Prana ist die Energie, die Leben, Materie, mind kreiert. Wir nehmen Prana auf durch die Nasenflügel, wobei die dynamische Prana-Energie nicht aus dem physiochemischen System des Körpers stammt. Sie funktioniert eher jenseits des Körperlichen als z.B. über das Nervensystem.

Meditiert man auf ein Chakra, so sollte dies mit dem Bild des Chakras verbunden werden, das dem jeweiligen Element oder der göttlichen Qualität zugeordnet ist und nicht einem bestimmten körperlichen Punkt, wie z.B. dem Steißbein oder Analbereich. Die Körperzonen, die mit den Chakren verbunden werden, sind nur die Orte der damit verbundenen Gefühlsorgane. Die Chakren selbst sind, wie oben bereits erwähnt, mit der Energiequelle verbunden, die Leben in die Zellkörper hineingibt. So sind die Wünsche des ersten Chakras nicht die Wünsche des Analbereichs. (Johari, S.81)

Der subtile Körper: die Nadis

Alle Nadis haben ihren Ursprung in der Gegend des Nabel. Sie sind Kanäle für die Zirkulation von Prana/vitaler Energie, die mental oder durch Pranayama und körperliche Übungen aktiviert werden können.

Sushumna, Ida, Pingala

Diese drei Nadis haben ihren Ursprung im Mulhadara Chakra, streben nach oben. Sushumna verläuft in gerader Linie die subtile Wirbelsäule entlang aufwärts. Ida und Pingala rechts und links alternierend, d.h. die Richtung wechselnd bei jedem höher liegenden Chakra. Die drei Kanäle laufen in Ajana zusammen, dem Punkt, an dem man vom zeitgebundenen Bewußtsein befreit ist.

Ida und Pingala beginnen an der linken und rechten Seite des Muladhara und enden im linken bzw. rechten Nasenflügel. Sushumna endet im Kronchakra/Sahasrara.

Sushumna

Das subtilste der subtilen Nadis. Es ist das einzige Nadi, das nicht zeitgebunden ist. Seine Struktur: vier Ebenen, von denen die Innenseite eine Leere, bzw. ein Hohlraum ist, Brahma Nadi genannt. Sushumna wird aktiviert, wenn man gleichzeitig durch beide Nasenlöcher einatmet (10 Atemzüge pro Stunde); ebenfalls durch Pranayama, wenn die anderen Nadis nicht aktiv sind und Kundalini im Brahma Nadi durch den Sushumna Kanal fließt. Wenn dies geschieht, werden Ida und Pingala harmonisiert. Sushumna ist bei Sonnenauf- und –untergang automatisch aktiviert, es beruhigt das System und macht es einfach zu meditieren.

Ätherischer Körper

Könnte für die Sufis mit der Ebene von Arwah korrespondieren. Es ist die Schablone des physischen Körpers. Das Netz, das Energieströme von Gedanken, Gefühlen und Handlungen ermöglicht vom astralen zum physischen Körper zu fließen. Er schützt den physischen Körper. Normalerweise öffnet er sich allmählich, so dass er als Barriere dient, wenn zu viel von der astralen Ebene gesendet wird und man noch nicht bereit dafür ist. Er kann beschädigt werden durch Alkohol, Narkotika, Drogen, Tabak; wichtige Rolle in der Evolution. A. Bailey nennt ihn ‚das Netz‘ oder ‚den goldenen Kelch‘.

Astraler Körper

Könnte für die Sufis mit der Ebene al-Mithal korrespondieren. Das große Unbewusste, der psychische/übernatürliche Körper. Die Chakren sind in diesem Körper platziert. Der Wahrnehmungsmodus ist auf Schwingungsinformation aus allen Richtungen gerichtet. Um die astrale Dimension zu erfahren, müssen die Chakren erweckt sein.

Kausale Ebene

Enthält die formativen Urgrund von dem, was jedes menschliche Wesen als Individuum ist. Für Sufis könnte dies mit der Ebene Malakut korrespondieren.

Kundalini

Shakti ist der Name der göttlichen Mutter, der kreativen Energie, der ewigen Energie des höheren Bewusstseins; diese spirituelle Energie, schlafend und zusammengerollt im Muladhara liegend, ist Shakti in der Form von Kundalini. Kundalini ist also die transzendente Basis der physischen Natur, die Urquelle aller Prozesse der natürlichen Evolution, der Ursprung und die Vereinigung der Materie.

Die Reise der Transformation wird gesehen als das Ansteigen der Kundalini um Shiva im Kronenchakra zu treffen, wobei jedes Chakra durch ihre aufstrebende Bewegung geöffnet wird.

  

III. Yogische Chakren

Jedes Chakra besitzt:
– lebens-inkarnations-transformations-Rolle/Funktion
– Element und Bewegungsrichtung (die 5 unteren Chakren)
– Farbe
– Sinnesorgan und Sinn
– Endokrine Drüse
– Lebensqualitäten
– Ressourcen
– Verhaltenscharakteristiken und Herausforderungen
– (+ Symbole etc.)

1. Muladhara Basis

Bedeutung in Sanskrit: Muladhara: Mul heisst Basis, Adhara heisst Unterstützung
Element: Erde. Quadrat. Bewegung horizontal. Farbe: rot/gelb (verschiedene Systeme)
Sinn: Geruch. Organ: Nase.
Drüse: Nebenniere
Die Form des physischen Körpers, die Schablone in welcher der Körper geformt und wiedergeformt wird: die Grundlage der materiellen Existenz. Höhere Existenzebenen schlummern, taub, bis der physische Körper als Kanal funktionieren kann.

Qualitäten: Stabilität, Sicherheit, Solidität, Ausdauer, Überlebenswille. Erdung, Dazugehörigkeit, Existenz. Gruppenzusammenhalt. Beharrungsvermögen.

Ressourcen: Ein gut ausgebildetes erstes Chakra verleiht physische Stärke, Muskelkraft, Ausdauer, Selbstkontrolle, Geduld, ein diszipliniertes Leben. Verleiht die Fähigkeit, die eigene Negativität oder diejenige von Anderen zu filtern.

Verhaltenscharakteristika, Herausforderungen:
Drang zu inkarnieren und zu überleben. Oder: Tendenz, die Inkarnation zu vermeiden oder hier zu bleiben. 
Dominiert durch ein Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit. 
Wird die Einrichtungen unterstützen, in welchen er lebt und arbeitet. 
Anhaftung an Rasse, Nation, Armee, Schule, Religion. 
Liebe: zum Stamm, Land, etc.
Ein schwaches Basis-Chakra: Furcht und Unsicherheit und evt. Strategien um das Gewahrsein der Furcht zu unterdrücken; psychisch und/oder physisch nicht voll inkarniert.

2. Svadhistana Sakral

Bedeutung in Sanskrit: Wohnstätte des Selbst
Element: Wasser.Abwärtsfliessend.
Farbe: Orange oder Lachsfarben
Sinn : Tastsinn. Sinnesorgan: Zunge. Bewegungsorgan: Sexualorgane und Nieren
Drüse: Keimdrüse. Regiert Prana, den lebensspendenden Atem. (Chinesische Medizin: Die Nieren sind die Quelle des ursprünglichen Qi und « ergreifen » den Atem)

Qualitäten: Der Sitz der Macht für Zeugung, Stoffwechsel und Ego. Energie, Schwung, Kraft, das zu beschützen, was man für seinen Besitz hält.

Selbstvertrauen, persönlicher Magnetismus. Gesundheit, Langlebigkeit. Sexuelle Leidenschaft und erotische Liebe. Dieses Zentrum besitzt 2 wichtige Fähigkeiten für die Entwicklung: 1. Es hält uns in der Welt, wir reagieren auf Dinge. 2. Es führt uns zum Intellekt: Orange zu Gelb.

Ressourcen:

Ein gut entwickeltes Sakral-Zentrum vermittelt individuelle Macht. Assoziiert mit Blut, Reproduktion und allen entsprechenden Zyklen. Physikalisch: treibt die physischen Funktionen wie Verdauung, Zirkulation, Immunsystem. Emotional: stärkt die Ressourcen für die Aufarbeitung von Emotionen (ansonsten würde deren Energie aufwärts steigen und den Solarplexus verstopfen). Kreativität (Zeugungskraft, Unternehmen, Kunst). Verbindung zwischen Wasser, Mond, Emotionen, Psyche.

Verhaltenscharakteristika, Herausforderungen:

Zentriert auf « Sex, Macht, Geld » (Caroline Myss).

Die Expansion der Persönlichkeit: im 1. Chakra ist sie mit Überleben beschäftigt, im 2. Chakra etabliert sie die Familie als Machtbasis, das Freundesnetz, Arbeits- und Soziale Projekte, zieht Vertreter des anderen Geschlechts an. Bezieht sich stark auf die Familie und familiäre Verantwortlichkeiten als ein Ausdruck des Egos.

Lüste, Fantasien (Identifikation mit Helden), Kreativität (Kunst, Musik, Poesie). Sucht Unterhaltung.

Ein schwaches Sakralchakra: kann keine Emotionen aufbauen. Wenn jemand sich ihm in den Weg stellt, reagiert es mit Wut und Gewalt, oder mit Depression, Schuldgefühl und Vorwurf. Das Bild von Top Dog und Under Dog.

3. Manipura Solar Plexus

Bedeutung in Sanskrit: « mit Juwelen gefüllt », oder « Stadt der Juwelen »; wird auch das Sonnenchakra genannt.
Element: Feuer, welches nahe verwandt mit Shakti und dem Erwachen der Kundalini ist. « Feuer ist die Form in welcher Kundalini im Körper bleibt ». Bewegt sich aufwärts.
Farbe: Gelb/rot (verschiedene Traditionen).
Sinn: Sicht. Sinnesorgan: Augen. Bewegungsorgan: Füsse und Beine.
Drüse: Pankreas

Qualitäten: Rationeller Geist (« lower mind »), Macht, Ideen auszudrücken. Organisation vom Sinn für das Selbst und das Selbstbild; Fähigkeit, sein Umfeld zu bestimmen und zu organisieren. Emotionen sind reicher und kontrollierbarer, Empfindlichkeit wird stärker, Sympathie für andere.

Persönliche spirituelle Bewusstheit erwacht.

Ressourcen: Es ist das Zentrum von Vitalität im körperlichen und im geistigen Körper, sowie die Sonne die Lebensquelle des Solarsystems ist. Feuer: Reinigt und nährt. Hilfreich für Verdauung und Aufnahme von physischer und psychischer Nahrung für Leben und Intellekt.

Verhaltenscharakteristika, Herausforderungen: Ein Ort für Evolution: das Ego entwickelt in diesem Chakra den Wunsch, anerkannt zu werden, Macht und Autorität zu besitzen.

Sorge um die Meinung der Anderen. Sonne – Intellekt – Organisationstalent (cf Fantasien im 2. Chakra).
Gabe, Ideen wirkungsvoll auszudrücken, Macht, zu befehlen. Kann manipulativ sein, Wunsch, die anderen gemäss den eigenen Konzepten und Plänen zu formen.
Der rationelle Verstand bringt ein anderes Verhalten ins Kollektiv: Spielen und Börsenmärkte kontrollieren, statt Krieg führen.
Wohltätigkeit, Sühne für eigene Irrtümer, selbstloses Dienen, Dharma.

4. Anahata Herz

Bedeutung in Sanskrit: ungeschlagener Ton, ein nicht-physischer Ton welcher weiterklingt ohne Anfang und Ende. Der ursprüngliche Ton, die Quelle aller Töne, welche ausserhalb der physischen Welt entspringt. Manifestiert im Herzen: ewige, ungeborene, unsterbliche Schwingungen, den Puls des Universums.

Element: Luft – bewegt sich in alle 4 Richtungen sowie auf- und abwärts.
Farbe: Varianten: gold (PVK – die Farbe der göttlichen Liebe), grün (Theosophen)
Sinn: « Touch’in the form of subtle air ». Sinnesorgan: Hals. Bewegungsorgan: Hände.

Drüse: Thymus

Qualitäten: Bedingungslose Liebe, Mitgefühl, Einfühlungsvermögen, Hingabe, Vertrauen, der Wunsch zu teilen

Ressourcen: Der Ort, wo Materie und Geist vereint sind. Erweiterung der Wahrnehmung.

Die Ebene der Heiligkeit in diesem Chakra bringt die Empfindung des Göttlichen in allem was existiert.
Kosmisches Bewusstsein. « Der Altar Gottes ». Die Erfahrung von Einheit und Universalität als Wirklichkeit.

Verhaltenscharakteristika, Herausforderungen:

Klarheit des Bewusstseins, Zentriertheit, Konzentration, Meditation.
Bewusstheit des Lebensziels, Bewusstheit der Wahrheit hinter den Worten.
Hingabe, Andacht, Glaube, Selbstvertrauen.
Volle Kontrolle über die Sinnes- und Handlungsorgane. Meister seiner selbst.
Entwicklung jenseits von Einflüssen durch die Umstände und die Umgebung, um unabhängig und durch sich selbst ausstrahlend zu werden.
Andacht in Liebe und die Entdeckung von Gott überall und in Allem. 
Glaube in sich selbst und das Göttliche: Quelle des Glaubens für Andere. 
Jeder fühlt sich sicher in der Gegenwart eines Menschen mit der Anahata-Qualität. Frei von Ärger, Lust, Eifersucht, etc. 
Die Bewegungen sind graziös, rhythmisch, Liebe fliesst durch das ganze Wesen.

5. Vishuddhi Throat

Bedeutung in Sanskrit: shuddi heisst « reinigen »: Das Chakra wird als das Chakra der Reinigung betrachtet (anja reinigt Karma; manipura reinigt Gedanken): Vishuddhi reinigt Gift.

Element: Aether oder Raum oder Luft oder Akasha
Farbe: grün (PVK); blau (Theosophen)
Sinn: Hören. Sinnesorgan: Ohr. Bewegungsorgan: Stimmbänder.
Drüse: Schilddrüse

Qualitäten: Reinheit, höhere Ebene von Kreativität, d.h. der Inspiration Ausdruck verleihen.

Ressourcen: Kommunikation, Kreativität. Gesprochene Worte verleihen den Gefühlen des Herzens Ausdruck. Die Stimme dringt zum Herzen des Zuhörers durch. Sie bewegt den Zuhörenden durch das Ändern des Raums (Akasha) seines Verstandes und seines Wesens. 

Gebete und anbetende Lieder steigen im Herzen auf und werden durch die Stimmbänder im Visshuddhi Chakra ausgedrückt.
Mantras bringen göttliche Energien hervor und geben dem Formlosen Form.

Verhaltenscharakteristika, Herausforderungen: Spirituelle Wiedergeburt. Keine eindeutig weltliche Eigenschaften in diesem Chakra. Hauptproblem: Zweifel wenn Wissen unklug benutzt wird. Dieser wird zerstreut wenn alles verifiziert worden ist durch Meditation und Erfahrung.

6. Ajna Drittes Auge

Bedeutung in Sanskrit: « Befehlen », von den Wurzeln mit der Bedeutung «wissen » und « folgen ».
Ort: Wo die Nadis Ida, Pingala und Sushumna verschmelzen.

Element: Wir befinden uns in diesem Chakra jenseits dem Bewusstsein von Elementen.
Farbe: Oft violett oder indigo
Fähigkeiten im Körper: Augen und beide Hälften des Gehirns
Drüse: Hypophyse

Qualitäten: Macht von Gedanke und Handlung , abgeleitet von spiritueller Macht und höherem Wissen. Persönliche Vorstellungen sind vollständig ausgelöscht in der spirituellen Verwirklichung.

Ressourcen: Stimmt alles aufeinander ab: Kontrolliert die verschiedenen Zustände der Konzentration, welche in der Meditation angewandt werden.

Beherrscht die gesamte Persönlichkeit. Assoziiert mit den kognitiven Fähigkeiten des Verstands, sowohl mit mentalen Bildern als auch mit abstrakten Ideen. « Zum ersten Mal manifestiert sich ungeteilte individuelle Existenz als Zwei, der Schöpfung zuliebe.» (Mookerjee).

Alle Fähigkeiten des Verstandes sind stimuliert: höhere Intelligenz, Willenskraft, Gedächtnis, Konzentration. Telepathische Kommunikation. Hellsicht. Transformation beinhaltet spirituelle Vision: Kommunikation durch das Höhere Selbst. In Kontakt treten mit dem höheren Bewusstsein.

7 Sahasrara Krone

Bedeutung in Sanskrit: « Tausendfältig »
Farbe: weiss, alle Farben
Fähigkeiten im Körper: Gehirn, der ganze Körper.
Drüse: Epiphyse

Vollkommene Kontrolle über jeden Aspekt des Körpers und des Verstandes, sämtliche Sinne enthaltend sowie sämtliche Funktionen. Es ist alles-durchdringend in seiner Macht. Es wird betrachtet als der Kreuzungspunkt zwischen menschlicher und göttlicher Evolution.