Chakra Teil 5 – Kehl- oder Vishuddhi Chakra -Übungen

Im Allgemeinen folgen wir dem aufsteigenden Yoga Chakra System. In der letzten Hausaufgabe haben wir uns mit den Sufi-Lataif bzw. den Centern der horizontalen Linie, die drei Lataif des Herzens: Qalbiya, Ruhiya und Sirriya beschäftigt.
Du wirst festtellen, daß das Kehlchakra oder Vishuddhi Chakra in gewisser Weise dem Latifa Ruhiya entspricht.

Die Bedeutung des Wortes Vishuddhi in der Sanskritsprache wird wie folgt übersetzt: Shuddhi bedeutet reinigen. So wird dies das Reinigungschakra von Giften genannt (das dritte Auge (ajna) reinigt das Karma und Manipura reinigt die Gedanken). Shiva’s Meisterschaft bedeutet, wenn er/sie Gift trinkt und damit sind alle destruktiven Dinge oder Angriffe im Leben gemeint, wovon er/sie unberührt bleibt.

Verbinde Dich mit dem Zentrum und der entsprechenden Energie:
Element: Äther oder auch Raum oder Akasha
Farbe: gün (Pir Vilayat); blau und grün nach den Theosophen, rauchiges pink und violett nach anderen Traditionen
Sinnesorgan: Ohr – hören
aktive Organ: Stimmbänder
Drüse: Schilddrüse
Äther oder Akasha ist das fünfte Element. Wenn die vier vorausgegangen Elemente in Balance sind, sind diese entweder in Äther resorbiert oder sie treten in ein höheres Level von Harmonie, Bewusstsein und Seinszustand ein. Äther steht für Reinheit und Frieden.

Geist und Reinheit:
Hier gibt es eine Berührungsfläche, die zum Tor des weißen Lichtes hinführt. Das Zentrum ist mit dem Heiligen Geist verbunden, mit reinem offenbarten Wissen und Inspiration. Ihre Entwicklung erlaubt hohe, reine Energie, die in allen Körpern, subtil wie physisch zu finden ist.

Heiliger Atem: Der heilige Atem wird oft als Atem, als Brise oder Wind beschrieben.

Vibration / Schwingung: Der Geist steigt herab von der Dimension des reinen, formlosen Bewusstseins hin zur Vibration / Schwingung, die dann die Form erschafft.
Die Sufis nennen die reine Welt der Vibration, die Sinfonie des Universums mit ihrem abstrakten Klang, der ganze Raum ist damit gefüllt. Die Vibrationen dieses Klanges sind so fein, dass sie nicht mit “normalen” Ohren zu hören sind und diese wahrgenommen werden über das Kultivieren des inneren Hörens. Der Prozess von Schöpfung und Inkarnation resultiert aus den Vibrationen, die aus der steigenden Dichte empfangen wird.

Kreativität: durch Liebe und Kraft, ob bewusst oder unbewusst mag sich die Vibration in Gedanken, Felder und Formen kristallisieren.

Kommunikation: kristallisiert Formen und Gedanken, die über das Zentrum als stille Intention oder als Klang und Wort kommuniziert wird. Diese Formen und Gedanken kreieren Schwingungsfelder, die das Herz, den Geist (mind) und die Lebenskraft des Empfängers erreichen. Es kommt zu einer authentischen Kommunikation mit anderen.

Stimme : ist ein menschliches Instrument mit vibrierender (schwingender) Kreativität. Stimme formt Schwingungen in hörbare Klänge und Wörter, die Vision und Intention vermitteln. Die Stimme mag das Herz des Hörers durchbrechen außdem gibt die Stimme Ausdruck der Emotionen, die im Herzen aufsteigen, dies schließt auch Gebete und andächtige Lieder mit ein.

Wort: Wenn das Wort mit reiner Intention und Andacht geformt ist, wird die Kraft der Kommunikation gestärkt.
“Ein lebendiges Wort ist Leben an sich.” (Hazrat Inayat Khan).

Ähnliche Qualitäten : Stille und Gelassenheit
Patanjali (ein Yogi) hat gelehrt: durch Konzentration und Meditation auf das Kehlchakra können wir unerschütterliche Geduld erreichen.
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Geschädigt oder “beeinflusst” durch:
Zweifel, Lügen und das Fehlen der Wahrheit, diese Bereiche strömen in den reinen Geist.
Wie mag sich die derzeitige “Explosion” der Kommunikationsmittel auswirken?

Verbindungen im physischen Körper: Kehle, Stimme, Lungen und Schilddrüse
Kehle:
i. die physische Haltung mag die Kehle und ihre Energie einengen.
ii. unterdrückte Gefühle, Probleme und Konflikte, bewusst und unbewusst sind auf diesem Level oft blockiert, die die Energie, das Leben und das Bewußtsein erreichen
Die Schilddrüse ist das Tor zur Kommunikation für den Körper zwischen oben und unten: zwischen den Lungen und der Verdauung, Atem und Lebensmittel, Spirit und Materie.
Die Schilddrüse kann durch die Schläge unterdrückter Gefühle überreagieren und getrieben von dem negativen Selbstimage gepusht werden; Beurteilungen auf einem unbewussten Stand kann zur Schilddrüsenüberfunktion führen.
Die Unterfunktion der Schilddrüse mag durch Entmutigung, Kälte und Losgelöstsein vom Leben entstehen.
Bitte bedenke, dass es noch viele andere Gründe für ein Schilddrüsenungleichgewicht gibt.

Charakteristische Verhaltensmerkmale:
Dieses Zentrum wird der spirituellen Widergeburt zugeschrieben. Es gibt eine entschärfende Defensive des Egos, so dass die Beziehungen mit anderen von Offenheit geprägt sind und von Vertrauen auf der Ebene des Geistes (spirit),
Probleme können durch Absicherung einer klaren, bewussten Erfahrung und Meditation beseitigt werden. Der Stand des Bewusstseins von diesem Zentrum hat keine eindeutige weltliche Charakteristika.

Übungen für das Kehlchakra:
1.) Versuche über viele Monate physische Spannungen durch sanfte Bewegung, Massage und Atem in Deiner Kehle vorsichtig loszulassen und versuche die Enge in der Kehle, im Nacken und in den Schultern zu lösen. Viele Menschen haben in diesem Bereich energetische und emotionale Spannungen auf einem tieferen Level. Sobald wir unsere Aufmerksamkeit dorthin wenden, werden wir uns dessen bewusster. Wenn die Spannungen auftauchen, erlaube ihnen ein Kommen und Gehen wie eine Welle im Ozean. Erlaube ein Gähnen, um diesen Bereich zu entspannen. Erlaube deinem Atem allmählich deine Kehle, dein Nacken und deine Schultern so zu berühren, dass diese Bereiche weicher werden.
2.) Achte auf die Farbe “grün” in deiner Außenwelt. Achte auf das Grün während des Tages in der Vegetation, im Wasser, im Himmel, in einigen Steinen, Kleidung, Malereien und im Licht. Erfahre die Farbe grün als Vibration mit deinen subtilen Sinnen.
Praktiziere dies für eine Woche.
Wiederhole diese Übung ebenso mit der Farbe “blau”.
3) Lenke deine Achtsamkeit auf dein Hören. Höre auf alle Klänge/Töne um dich herum, die kompakten und die mehr subtilen Klänge/Töne.
Lenke Deine Aufmerksamkeit mehr auf das Hören als auf das Sehen. Wenn Du eine Person beobachtest, lenke deine Sinne auf das innere Hören, auf die subtile Vibration.
4.) Öffne Dich für alle Klänge des Universums.

Übung, die Symphonie des Universums zu hören:
Nimm Dir 15-20 min Zeit (im Sitzen):
Höre alle Klänge in Dir: in deinem Atem, im Herzschlag, die Klänge Deiner Organe, von Deinen Zellen usw.
Und langsam erweitere Dein Hören:
- nimm die Töne um Dich herum wahr ….
- nimm die Töne im Raum wahr..
- nimm die Töne im Gebäude wahr…
- nimm die Töne auf der Straße wahr…
- nimm die Töne in deiner Stadt wahr …
- nimm die Töne deiner ganzen Region wahr ….
- nimm die Töne deines Landes wahr ….
- nimm die Töne Deines Kontinents wahr …
- nimm die Töne des Planeten wahr
- nimm die Töne des Sonnensystems wahr..
- nimm die Töne der Galaxien wahr…
- nimm die Töne des Universums wahr…
Sitze in der Einstimmung, und öffne Dich für einen abstrakten Ton .

5.) Wazifa-Übung:
Ya Quddus – (hier) Oh Du, der immer Reinigende

Ya Shahid (gesprochen; Ya ShaHEED) – Der göttliche Zeuge.
” Alle Gesichter sind Seine Gesichter und von all Deinen Lippen kommen Seine Wörter” Hazrat Inayat Khan

6.) Reinige jedes Zentrum mit Klang: beginne im Kronen Chakra und töne “ya Quddus”, 3 Mal in jedes Chakra absteigen bis in Basis Chakra. Dann töne “Ya Nur” das göttliche Licht, 3 Mal in jedes Chakra, aufsteigen vom Basis Chakra bis zurm Kronen Chakra.

Es heißt, dass die Chakras die Form eines Kegels haben, mit einer kegelförmigen Öffnung und einer weiteren zur Mitte desselben Chakras sowie eine Öffnung zur Rückseite des Körpers. Nimm wahr, wie Töne klären und Leben bringen in jedes Chakra, so dass sie rotieren und strahlen.

7.) Meditation für das Kehl-Chakra:
Zuerst muss das Zentrum wie in 6 beschrieben, gereinigt werden. Meditiere dann in Dein Herzzentrum in der Mitte der Brust und entspanne, atme, lasse los und sei empfangend und achtsam. Für 5 Minuten.
Dann lege Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Atem und gehe in Dein Kehlchakra für ca 5 Minuten.
Bleibe achtsam und behutsam mit Dir selbst.

Übersetzt von Hela Basira Hasemann, 12.04.2013